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Ja, wo fange ich an?

 

Bereue ich die OP?

Ja, teilweise schon. Nicht die BV (Brustvergrößerung) an sich, sondern eher meine Blauäugigkeit, meine Uninformiertheit und Naivität, die mich dorthin gebracht haben, wo ich dann war.

 

 

Oft werde ich gefragt, wie ich damit klar komme, diese Komplikationen zu haben.

Einfach ist es nicht. Manchmal zerfließe ich in Selbstmitleid, mach mir Vorwürfe und ärgere mich. Aber auf Dauer bringt das nichts. Man macht sich nur selbst kaputt und ist zutiefst unglücklich.

Ich halte es so, dass ich versuche, die negativen Gedanken so weit wie irgend möglich von mir weg zu schieben und nach vorn zu sehen. Klar ist das anfangs schwer, aber mittlerweile gelingt mir das ganz gut.

21.10.2010: Nun habe ich diese Phase ja endlich hinter mir.

 

Welcher Arzt ist der Richtige für eine Korrektur?

Auch in diesem Punkt habe ich mir viele viele Gedanken gemacht. Man möchte einen solchen Fehler nur einmal begehen. Man hat wahnsinnige Angst, sich erneut "unter´s Messer zu legen".

Deshalb setzt man auf Erfahrungswerte anderer Frauen und nicht zuletzt auch auf das "Bauchgefühl".

Die fachliche und nicht zuletzt auch soziale Kompetenz des Arztes ist von enormer Wichtigkeit, denn das Vertrauen bezüglich einer erneuten OP ist enorm schwer aufzubringen.

21.10.2010: Ich wurde ja gleich von zwei fähigen Ärzten operiert und bin darüber sehr froh.

 

Wie finde ich den richtigen Arzt?

Man braucht auf jeden Fall Geduld und muss die Hoffnung zur Seite schieben, dass sofort ein geeigneter Arzt auftaucht, der die Korrektur durchführt.

Bei mir ist es eine lange Zeit gewesen, um mich überhaupt zu einem Beratungsgespräch durchzuringen, weil ich mich so für mein Ergebnis geschämt habe.

Ich kann nur raten, so lange zu suchen und Gespräche zu führen, bis "der Funke überspringt" und man Vertrauen fassen kann. Das halte ich für das Wichtigste. Ob der Arzt nun einen Doktortitel hat, ob er Plastischer Chirurg oder nur Chirurg ist spielt dabei meiner Meinung nach nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist hier allein die Kernkompetenz des Arztes und - ganz wichtig - das eigene Bauchgefühl.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Korrektur?

Nun, gibt es einen richtigen Zeitpunkt? Ich denke nein. Privat und beruflich bin ich extrem eingebunden, was es mir nicht leicht macht, den geeigneten Termin zu finden. Auch finanziell habe ich im Moment nicht das Polster, welches ich benötige.

 21.10.2010: Endlich war der Zeitpunkt gekommen. Und es war der richtige Zeitpunkt.

 

Wird danach alles gut sein?

Das ist für mich die wichtigste Frage. Werde ich zufrieden sein? Wie hoch sind eigentlich meine Ansprüche an das Ergebnis? Werde ich endlich glücklich sein dürfen?

Ich glaube, diese Fragen sind der entscheidende Punkt, warum ich seinerzeit die Korrektur so lange vor mir her geschoben habe.

Mittlerweile bin ich sicher, dass ich tatsächlich die Chance darauf bekommen habe, glücklich sein zu dürfen. 

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