Am 24. Januar 2007 war es dann soweit.
Bereits einen Tag früher checkte ich im Krankenhaus (dort hatte der Arzt Belegbetten) ein.
Ich war mit einem jungen Mädchen in einem Zweibettzimmer.
Auch sie wollte sich bei diesem Arzt einer Brustvergrößerung unterziehen und war mächtig aufgeregt.
Sie sollte vor mir operiert werden.
Leider habe ich nach der Entlassung nie wieder etwas von ihr gehört und weiß daher nicht, wie es bei ihr gelaufen ist.
Die OP:
Ich sollte um 10 Uhr dran sein.
Ich hatte vorher die sogenannte "LMAA-Tablette" bekommen und kann mich nur noch vage an alles erinnern.
Irgendwann holten mich Julius, der Schülerpraktikant, und eine Schwester ab und fuhren mich in meinem Bett zum OP.
Vom Bett aus hiefte man mich auf eine Art Fließband und dann auf den schönen warmen OP-Tisch. Ich wurde schön kuschelig zugedeckt und in den Vorraum vom OP geschoben, wo schon der Anästhesiehelfer auf mich wartete. Er legte mir eine Flexüle.
Dann kam endlich der Doc. Er zeichnete mich an und redete mir gut zu.
Dann wurde die Narkose gespritzt. Es brannte etwas.
Man schob mich in den OP. Mein Gott war das dort hell.
Ich redete ununterbrochen, damit alle Anwesenden merkten, dass ich noch nicht weg war... Ich hatte Angst, dass die mich aufschneiden, bevor die Narkose wirkt (hatte ich schon mal beim Kaiserschnitt!!! War furchtbar!). Doc fragte mich noch, was ich mir für einen Traum wünsche. Ich faselte etwas von einem dicken Bankkonto und schwupps: Weg war ich!!!
Als ich im Aufwachraum zu mir kam, sah ich als erstes meinen Mann!
Gott, war ich froh, noch am Leben zu sein!!!
Schmerzen hatte ich da gar nicht.
Die kamen später. Aber nicht in den Brüsten, sondern nur im Rücken...
Ich bekam dann bald was zu essen und ne schöne Tasse Kaffee. Es ging mir gut. Ich war nur etwas müde.
Am nächsten Morgen schlurfte ich nach dem Frühstück mit meinen Drainagen erstmal auf den Balkon zum Rauchen... Aaaaah, das tat gut.
Abends wurden mir dann die Drainagen gezogen, was nur links etwas weh tat, und der Verband gewechselt.
Doc sagte mir dann, dass er "etwas" mehr (445ml statt 350ml) rein getan hatte, weil das allen im OP besser gefiel...
Am nächsten Morgen dann durfte ich nach einem Abschlussgespräch endlich nach Hause.
Mann, war ich glücklich!!!
Tja, war...
Hier noch einmal die Fakten im Überblick:
OP am 24.01.2007
Implantate: Polytech Silimed, runde Basis, Tropfenform, 445 ml, ÜBM (über dem Brustmuskel)
